Seit der Steinzeit
Der Beruf des Bildhauers lässt sich in eine Zeit zurückverfolgen, die bereits 15000 Jahre zurück liegt. Unter Verwendung einfachster Werkzeuge entstanden Skulpturen, die den Wunsch erkennen lassen, sich kreativ mit der Umwelt auseinander zu setzen. Gebrauchsartikel werden mit Zierrat versehen, Begebenheiten festgehalten. Es entstehen Symbole, die stellvertretend für komplexe Zusammenhänge verstanden werden können.
Die Arbeit heutiger Bildhauer unterscheidet sich in der Zielsetzung nur unwesentlich von denen ihrer steinzeitlichen Urahnen. Jedoch ist sie vielschichtiger. Die Auseinandersetzung mit dem Sein erfolgt erst in zweiter Instanz. Zunächst geht es darum, dem darzustellenden Inhalt eine Ausdrucksform zu geben, die, wenn nicht gar selbsterklärend, dann doch nachvollziehbaren Charakter hat.
Neben dem Wissen um Materialeigenschaften spielen für Bildhauer und Steinmetze deshalb Fragen der Gestaltungslehre, der Schriftgestaltung, der Symbolik und Ornamentik eine große Rolle.